Hallo zusammen, 

Hallo ihr Maker und 3D-Drucker,

wie ihr sicherlich wisst, bekommen wir seit letztem Mittwoch von der Firma Atka gespritzte Gestelle geliefert. Da die Spritzgussmaschine täglich ca. 4500 Teile produziert, haben wir mittlerweile fast 8000 Stück auf Lager. Da wir aber noch nicht genug durchsichtige Schilde haben, haben wir uns entschieden, kurzfristig dem Hub in Braunschweig mit 3000 Gestellen auszuhelfen. Sie werden gerade überschwemmt mit große Anfragen von Krankenhäusern und dem Katastrophenschutz. Da sie die anderen Teile haben, werden sie die Gesichtsvisiere selber zusammenbauen und verteilen.

Eure 3D-gedruckten Gestelle verteilen wir weiter an Krankenhäuser, Ärzte, etc. im Landkreis Vechta. Atka, Pöppelmann und MOL haben uns zusätzlich 1000 Gesichtsvisiere gespendet, diese werden ebenfalls für den Bedarf hier in der Region verwendet.

Und damit kommen wir zu der wichtigen Frage, wie wir weitermachen sollen.

In der nächsten Woche werden wir mehr und mehr Teile von den beteiligten Unternehmen erhalten und können die Anfragen für Gesichtsvisiere hier in der Region und darüber hinaus allein mit Spritzgußteilen bedienen.
Die überregional angeforderten Visiere werden wir zum Selbstkostenpreis von 4 Euro verkaufen. Dies deckt die Selbstkosten inkl. eine Spende an das Andreaswerk. Ganz klare Priorität haben medizinische Institutionen bzw. ähnliche Einrichtungen wie Pflegeheime etc.
(Update 16.04.2020) Gewerbliche Anfragen werden nachgelagert bedient. 

Da wir mittlerweile die ersten Ausfälle von 3D-Druckern in der Community haben und ihr nun schon viel Material auf eigene Kosten verdruckt habt, wurde die GoFundMe Kampagne durch das  #TeamGoldenstedt organisiert. Damit sollen Ersatzteile und neues Filament gekauft und auch unter Euch verteilt werden. Hierfür bitte Alexander Pulsfort ansprechen.  

Was machen wir, während die Gesichtsvisiere von Spritzgußmaschinen produziert werden?

Folgender Vorschlag: Macht das, worin 3D-Druck unschlagbar ist. 

3D-Druck erlaubt, neue Ideen schnell umzusetzen und sie rasant zu einem reifen Produkt weiterzuentwickeln.

Dominik

Probiert neue Designs für ungelöste Probleme aus und entwickelt eure Designs so weiter, dass wir sie evtl. wieder in großen Mengen drucken können, um den Helfern zu helfen.

Hier ein paar Beispiele: 

  • FFP3 Masken sind knapp. Vielleicht findet einer von euch eine 3D-Druckform, die das Problem löst. (Seid gewarnt, alle bisherigen Lösungen sind leider ungenügend.)
  • Es gibt eine neue Erweiterung für unsere Gesichtsvisiere. Es handelt sich quasi um eine Haube aus Folie, die oben auf das Gestell aufgesteckt werden kann. Für bestimmte medizinische Bereiche ist das interessant. Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.
  • Das Bottom-Teil des Visiers, auch Stabilisator genannt, gibt es mittlerweile in einer viel einfacheren Form. Dies sollte mal getestet werden und könnte unsern bisherigen Stabilisator ablösen.
  • Es gibt einen Bauplan für ein 3D-gedrucktes Beatmungsgerät von der Uni Achen. #TeamGoldenstedt prüft das gerade, aber vielleicht hat ja einer von Euch auch Interesse, daran mitzuarbeiten. https://coresponse.github.io/blog/
  • Dann gibt es noch die Idee der Savegrabber (einfach mal googeln), die werden mit Sicherheit auch hier im Landkreis benötigt.
  • Beatmungsschläuche sind aktuell Mangelware in allen Kliniken – es handelt sich um ein Wegwerfprodukt, das aktuell wiederverwendet wird, weil es nichts anderes gibt. Vielleicht habt ihr da eine Idee.
  • und dann etwas ganz Neues, das ich heute erst entdeckt habe: Ein Steg für regulären Mundschutz, der verhindert, dass das Gummi an die Ohren drückt. Vielleicht hilft das dem medizinischen Personal im Landkreis. Dafür brauche ich aber jemanden, der die Teile druckt und sie medizinischem Personal zum Testen gibt.
    https://3dprint.nih.gov/discover/3dpx-013410

Ihr seht, es gibt noch viele Möglichkeiten zu helfen. Desweiteren würde ich vorschlagen, dass wir versuchen, uns als Gruppe ein wenig besser zu organisieren. Daher lade ich euch ein, euch bei Maker Vs Virus anzumelden und Mitglied des Hubs Oldenburger Münsterlands zu werden. Dort können wir dann an weiteren Projekten arbeiten. Natürlich könnten wir auch weiter in der Facebook-Gruppe aktiv sein. Das sollt ihr entscheiden.

Und wenn dieser ganze Covid-19 Wahnsinn vorbei ist, werden wir erstmal eine geniale Helfer-Party feiern und evtl. bekommen wir dann genug Leute und Geld zusammen, einen MakerSpace hier im Landkreis zu starten.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

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